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Kinder Aufwachstörungen

Aufwachstörungen bei Kindern: Nachtschreck, Albträume & mehr

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Inhalt

Wir gehen in diesem Artikel darauf ein, was die möglichen Gründe sind, warum dein Kind unter Aufwachstörungen leidet und wie du es dabei unterstützen kannst, schnell wieder einzuschlafen.

1. Aufwachstörung: Nachtschreck

Der Nachtschreck gehört zu den häufigsten Aufwachstörungen bei Kindern. Unter einem Nachtschreck versteht man nächtliches Hochschrecken, in Verbindung mit Schreien, weit aufgerissenen Augen, Herzrasen oder Schwitzen. Er tritt meist in den ersten Stunden nach dem Einschlafen ein.

Experten gehen davon aus, dass das kindliche Gehirn den Übergang von Schlafphasen noch nicht erkennt und sie deshalb überfordert sind. Während dieser Phasen wird es euch wahrscheinlich nicht gelingen, euer Kind zu beruhigen, dein Kind wird dabei wahrscheinlich schreien oder um sich schlagen. Nach etwa 15 Minuten wird es sich von alleine beruhigen und meist sofort wieder einschlafen.

Du kannst einen Nachtschreck nicht wirklich verhindern, aber deinem Kind einen entspannten Tag gestalten, sodass ein Nachtschreck für das Kind besser kompensiert werden kann: Vermeide unnötigen Stress für dein Kind über den Tag und wirke Übermüdungen durch ausreichenden Mittagsschlaf entgegen.

Nachtschreck beim Kind
Beim Nachtschreck hilft meist einfach nur Ruhe

2. Aufwachstörung: Schlaftrunkenheit

Die Schlaftrunkenheit – auch partielles Erwachen genannt – beschreibt einen Zustand zwischen Wach sein und Schlafen. Während dieser Phase verhält sich dein Kind zwar so, als würde es wach sein, kann sich aber später an nichts erinnern.

Oft macht dein Kind aus dem Bett heraus zum Beispiel wilde Bewegungen oder schreit – es vermittelt also den Eindruck, wach zu sein, obwohl es dies gar nicht ist.

Du kannst in diesem Moment nicht viel tun, außer geduldig zu sein. Schlaftrunkenheit dauert meist bis zu 15 min an und erledigt sich von alleine. Passe am besten nur auf, dass sich dein Kind während diesen Phasen nicht selbst verletzt.

3. Aufwachstörung: Schlafwandeln

Es gibt zwei Theorien, wieso Kinder Schlafwandeln: Zum einen ist es “vererbbar” – jedes zweite schlafwandelnde Kind hat mindestens eine Person in der Familie, die ebenfalls schlafwandelt. Zum anderen kann Schlafwandeln auch durch Stress oder fiebrige Erkrankungen hervorgerufen werden. 

Wenn du weißt, dass dein Kind zum Schlafwandeln neigt, dann ist es sehr wichtig, die Wohnung so vorzubereiten, dass deinem Kind nichts passiert:

  • Schließe Fenster oder Wohnungstüren ab
  • Entferne Gegenstände, die dein Kind verletzen können
  • Bringe eine Kindersicherung an die Treppe an

Bemerkst du, dass dein Kind schlafwandelt, dann führe es in sein eigenes Bett zurück. Wichtig: Wecke dein Kind auf keinen Fall auf, das kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass es in Panik gerät oder sich selbst verletzt.

4. Aufwachstörung: Albträume

Manchmal kann es auch sein, dass dein Kind einfach nur einen Albtraum hat und wacht deshalb nachts auf. Albträume sind meist die Folge von starken Reizen oder Einflüssen, denen dein Kind tagsüber ausgesetzt ist. 

Vielleicht lässt du dein Kind in deinem Bett einschlafen oder du bringst es wieder in sein Bett und liest ihm eine Geschichte zum Einschlafen vor. Versuche, ihm so gut es geht die Angst zu nehmen. Das ist bei älteren Kindern natürlich leichter, als bei Babys, die die Gefahr von Albträumen noch nicht richtig einordnen können.

5. Aufwachstörung: Sprechen im Schlaf

Eine Form der Parasomnie – einer im Schlaf auftretenden Störung – ist das Sprechen im Schlaf. Es handelt sich um eine leichte Form der Aufwachstörung und nicht alle Betroffenen wachen davon wirklich auf. Was Kinder dabei von sich geben, kann total unterschiedlich sein: Von erfundenen Wörter, über lachen, bis stöhnen, es kann alles dabei sein. Sprechen im Schlaf ist vollkommen unbedenklich.

6. Aufwachstörung: Bewegungsstörungen

Ein weiterer Grund, wieso dein Kind nachts aufwachen kann, sind Bewegungsstörungen. Diese Bewegungen im Schlaf sehen für Eltern auf den ersten Blick ernster aus, als sie sind. Babys und Kinder neigen beim Einschlafen zu rhythmischen Bewegungen, werfen zum Beispiel den Kopf von einer auf die andere Seite oder drehen sich scheinbar unkontrolliert hin und her. Insbesondere, wenn sie mit dem Kopf gegen den Bettrahmen stoßen, machen Eltern sich häufig Sorgen. Dies ist jedoch meist unbegründet, denn Kinder verletzen sich hierbei fast nie. 

7. Aufwachstörung: Zähneknirschen

Zähneknirschen ist eine unterbewusste Art, im Schlaf Stress zu bewältigen. Sie tritt meist auf, wenn wir uns in der Tiefschlafphase (REM-Phase) befinden. Ob dein Kind in der Nacht mit den Zähnen knirscht, erkennst du daran, dass es morgens mit einem schmerzenden, verspannten Kiefer aufwacht.

Was du gegen Zähneknirschen tun kannst

Um Zähneknirschen zu verhindern, gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Knirsch-Schiene: Wird auf deinen Kiefer bei deinem Zahnarzt angepasst
  • Entspannungsübungen: Helfen dabei, den Kiefer bewusst zu entspannen
  • Physiotherapie: Liegt die Ursache für das Knirschen tiefer, kann auch ein Besuch beim Physiotherapeut helfen

Häufige Fragen und Antworten

Was ist der Unterschied zwischen einem Nachtschreck und einem Albtraum?

Nachtschreck findet in der Regel in den ersten Stunden des Schlafs während der Tiefschlafphase statt. Das Kind ist schwer zu beruhigen und erinnert sich meist nicht an das Ereignis. Albträume treten hingegen während der REM-Schlafphase auf, oft in der zweiten Nachthälfte, und das Kind kann sich meist an die Details des Traums erinnern.

Was ist Schlaftrunkenheit und wie erkenne ich das bei meinem Kind?

Schlaftrunkenheit beschreibt einen Zustand, in dem das Kind nach dem Aufwachen verwirrt, desorientiert und reaktionsarm ist. Dieser Zustand kann einige Minuten bis zu einer halben Stunde andauern und tritt meist auf, wenn das Kind abrupt aus dem Tiefschlaf geweckt wird.

Ist Schlafwandeln bei Kindern gefährlich?

Schlafwandeln kann potenziell gefährlich sein, da Kinder in diesem Zustand ihre Umgebung nicht wahrnehmen und sich verletzen könnten. Es ist wichtig, die Sicherheit im Kinderzimmer zu gewährleisten und Maßnahmen wie Sicherheitsgitter an Treppen zu installieren.

Wie sollte ich auf Nachtschreck bei meinem Kind reagieren?

Während eines Nachtschrecks ist es am besten, das Kind nicht zu wecken, sondern zu warten, bis der Anfall von selbst endet. Stelle sicher, dass das Kind sich nicht verletzen kann, und sprich beruhigend auf es ein.

Können Albträume ein Zeichen für psychischen Stress sein?

Häufige Albträume können ein Hinweis auf Stress oder Ängste bei einem Kind sein. Es ist wichtig, mit dem Kind über seine Gefühle und Erlebnisse zu sprechen und eine ruhige, sichere Schlafumgebung zu schaffen.

Warum sprechen manche Kinder im Schlaf?

Sprechen im Schlaf ist meist harmlos und tritt auf, wenn das Gehirn während des Schlafs aktiv ist. Es ist häufiger bei Kindern und benötigt normalerweise keine spezielle Behandlung.

Was versteht man unter Bewegungsstörungen im Schlaf?

Bewegungsstörungen umfassen unwillkürliche Bewegungen der Gliedmaßen während des Schlafs, die den Schlaf stören können. Zu den häufigsten Formen bei Kindern zählen das Restless-Legs-Syndrom und periodische Gliedmaßenbewegungsstörungen.

Ist Zähneknirschen schädlich und was kann man dagegen tun?

Zähneknirschen kann zu Zahnschäden und Kieferschmerzen führen. Wenn es regelmäßig auftritt, sollte es einem Zahnarzt oder Kinderarzt gemeldet werden. Entspannungstechniken vor dem Schlafengehen können helfen, sowie der Einsatz von Zahnschienen.

Können Schlafstörungen bei Kindern behandelt werden?

Viele Schlafstörungen können durch eine gute Schlafhygiene, regelmäßige Schlafenszeiten und eine beruhigende Schlafumgebung verbessert werden. Bei hartnäckigen oder schweren Fällen kann eine Beratung durch einen Kinderarzt oder Schlafspezialisten sinnvoll sein.

Wann sollte ich professionelle Hilfe für die Schlafprobleme meines Kindes suchen?

Wenn Schlafprobleme das tägliche Leben des Kindes stark beeinträchtigen, regelmäßig auftreten oder das Kind tagsüber sehr müde und unausgeglichen ist, ist es ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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