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Wackelzahnpubertät

Wackelzahnpubertät: Ciao Zähne, Hey Symptome

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Inhalt

Zähne sind ein unbeliebtes Thema, wenn sie Schmerzen verursachen. Aber nicht nur Zähne schmerzen, wenn sie ausfallen, auch die Seele schmerzt. Das trifft ganz besonders auf die Wackelzahnpubertät zu. Achterbahn, Gefühlschaos, Geborgenheit, Wutanfälle und große Veränderungen mit Kindergarten und Schuleintritt.

Das sind wichtige Informationen und unsere besten Tipps für diese schwere Zeit.

Infografik zur Wackelzahnpubertät
So läuft ein Wutanfall in der Wackelzahnpubertät normalerweise ab (Infografik zum Download)

Die Symptome einer Wackelzahnpubertät

Typische Symptome in dieser Zeit sind:

  • Ausfallende Milchzähne (Zahnwechsel): Jetzt geht es los! Viel Spaß.
  • Extreme Stimmungsschwankungen innerhalb weniger Minuten
  • Unpassende und übertriebene Reaktionen auf für uns harmlose Dinge
  • Gereiztheit, Aggressivität und Wutanfälle
  • Bedrückte Stimmung, traurige Erscheinung von Außen
  • Schlafstörungen, Alpträume und gestörter Schlaf
  • Anhänglichkeit, erhöhtes Bedürfnis an Kuscheleinheiten
  • Fordert Einbindung in Entscheidungen und braucht öfter Hilfe

Der Verlauf der “Milchzahn”-Pubertät nach Alter

4 JahreBereits mit 4 Jahren können Wackelzähne kommen. Und falls der erste Wackelzahn kommt, können erste Stimmungsschwankungen auftreten. Besonders während oder nach dem Zahnwechsel kann es zu einer betrübten Stimmung kommen. Kein Wunder, dein Kind verliert etwas. Zahnfee? Das ist ein neues Erlebnis. Allerdings ist es eher unüblich, dass sich das Verhalten jetzt drastisch verändert. Das geschieht meist etwas später.
5 JahreDie Kleinen werden ein Jahr älter, sind im Kindergarten nicht mehr die Kleinsten. Freundschaften werden größer, Konflikte auch. Die Kleinen bekommen mehr mit, auch von den Eltern. Ungewohnte Situationen, ungelöste Probleme. Normalerweise steht dein Kind jetzt kurz vor der Milchzahnpubertät oder sie beginnt. Es ist das letzte Jahr vor der Schule. Kinder wollen vieles alleine machen und Grenzen gelten nicht mehr.
6 JahreDas typische Alter für den Anfang der kleinen Pubertät. Es stehen viele Änderungen an. Die Einschulung steht bevor, oder Freunde werden eingeschult. Und sobald die soziale Verantwortung mit der Schule beginnt, kann es überfordernd werden. Für dich und dein Kind. Vielleicht kannst du dich noch an deine Schulzeit erinnern. Wie aufregend alles war, was man jetzt machen musste. Dein Kind wird jetzt erwachsen. Schulpflicht, Regeln, Lehrer, Umgebung, Freunde, Ängste, alles neu. Es geschieht eine Abnabelung und der sichere Hafen wird etwas unsicherer.
7 JahreDie Wackelzahnpubertät kann jedoch auch mit 7 Jahren beginnen. Eventuell ist die Vorfreude auf die Schule am Anfang groß, das Kind wird später eingeschult oder das Kind hat nach der Einschulung Geburtstag. Alles Faktoren. Zudem muss dein Kind viele Situationen selbst lösen und sich selbst finden. Neue Autoritätspersonen verändern das Weltbild.
8 JahreDie Pubertät kann auch mit 8 Jahren auftreten. Jedes Kind ist einzigartig! Nur weil etwas selten ist, heißt es nicht, dass es unnormal ist. Möglicherweise dauert der Prozess länger oder es sind unbekannte Situationen aufgetreten.
Typischer Verlauf einer Milchzahnpubertät

6-Jahres-Krise: Mein Kind rastet dauernd aus

Die Wackelzahnpubertät ist auch unter den Namen Milchzahnpubertät, Zahnlückenpubertät, kleine Pubertät oder 6-Jahres-Krise bekannt. Sie ist eine Vorstufe der Pubertät und zeigt Eltern und Kinder, was auf sie zukommen wird.

Grundsätzlich fallen erste Milchzähne mit 6 Jahren aus. Bei manchen Kindern fallen die Milchzähne bereits mit 4 Jahren aus, bei anderen mit 8 Jahren. Und obwohl der erste Zahnwechsel der Milchzähne ein wundervolles Ereignis mit der Zahnfee sein kann, kann es danach mehr als anstrengend werden. Der Zahnwechsel kann schmerzhaft werden und gleichzeitig ein Gefühlschaos verursachen.

Meist fallen in diese Zeit viele größere Veränderungen wie Kindergarten und Schule. Situation wie die Trennung von Eltern, Gehorsam bei Lehrern, Zurechtfinden in Gruppen und neue Freunde sind nur einige große Veränderungen.

Das sind unsere besten Tipps für akute Wutanfälle

  1. Es schreit nur eine Person. Wenn dein Kind schreit, dann lass es schreien, auch wenn es unangenehm ist! Ansonsten riskierst du einen Machtkampf und am Ende leidest du und dein Kind darunter. Dieser Power Struggle ist es nicht wert. Einzige Ausnahme: Dein Kind ist in einer Situation gefährdet.
  2. Lerne deine Trigger kennen und sei ein Vorbild. Kinder lernen durch Nachahmung. Du merkst, dass dich eine Situation so richtig wütend macht? Identifiziere den Trigger und arbeite ihn auf. Am besten gleich mit deinem Kind. “Mich nervt es gerade, dass ich die Tomaten vergessen habe. Ich ärgere mich so richtig, weißt du vielleicht, wieso?” Und danach atmest du langsam durch und bist deinem Kind ein Vorbild. Auf diese Weise lernt dein Kind, wie es mit Stresssituationen umgehen kann.
  3. Bleibe in der Nähe von deinem Kind. Du gibst deinem Kind den Raum und die Ruhe, die Situation zu verarbeiten. Lasse es jedoch auf keinen Fall alleine. Dein Kind soll sich beruhigen und nicht isolieren! Du setzt einen Grundstein für eure weitere Beziehung. Setze dich neben dein Kind (mit Abstand) und sage einfach nichts. Es kommt dann zu dir, falls es dann doch Nähe braucht.
  4. Regeln sollten vorab geklärt sein. Dein Kind hat andere Vorstellungen als du. Kläre im Vorfeld, was du erwartest und frage dein Kind, was es erwartet. Das entschärft die Situation im Vorfeld.
  5. Entschuldige dich – für ein gesundes Umfeld. Eltern sind nur Menschen. Wir machen Fehler. Unsere Kinder machen Fehler. Wenn wir uns anschreien, entschuldigen wir uns danach für das Fehlverhalten – sobald wir uns beruhigt haben. Die Entschuldigung sollte echt sein. Auf diese Weise legen wir einen gesunden Grundstein für unsere Kinder und ihre Beziehungen.

In unserem PDF “Erste Hilfe bei Wackelzahn-Pubertierenden” haben wir dir eine Checkliste erstellt, mit der du durch einen Anfall kommst.

Diese Bücher helfen während der Wackelzahnpubertät

Die Wackelzahn-Pubertät ist eine Zeit, in der Eltern viel über sich selbst lernen können. Im Grunde reduzieren sich die Situationen auf Stress und starke Emotionen. Du kannst mehr über deine Trigger erfahren und wie du damit umgehst.

Unsere Erfahrungen mit der Pubertät

Es ist ein ständiges Auf und Ab. Unausgeglichenheit und schlechte Laune sind leider normale Begleiter des Alltags. Als Elternteil wünscht man sich natürlich, die Sorgen und Probleme irgendwie abnehmen zu können – was nicht möglich ist und sogar kontraproduktiv. Die Kleinen müssen ihre Erfahrungen machen und sich da durchkämpfen.

Dennoch gibt es Grenzen. Und was ich schnell lernen musste, ist, dass die Grenzen klipp und klar sein müssen. Je lockerer es wurde, desto stärker wurde der Widerstand. Wenn im Voraus geklärt wurde, was passiert, war alles kein Thema mehr.

Was auch gut funktioniert, ist mehr Entscheidungen selbst treffen zu dürfen. Wenn du zum Beispiel dauernd Problem mit Süßigkeiten hast, führe eine Schublade für Süßigkeiten an. Einmal die Woche oder alle zwei Wochen darf dein Kind eine Süßigkeit kaufen und muss sich diese über eine Woche selbst einteilen. Grenzen: Nach dem Frühstück, vor dem Abendessen/Zähneputzen.

Dasselbe Prinzip geht für Screen Time. Dein Kind bekommt eine bestimmte Fernsehzeit pro Woche/Tag. Das hält man auf Stickern fest und am Anfang der Woche bekommt dein Kind die Sticker zurück. Es darf sich die Zeit frei einteilen. Grenzen: Termine.

Insgesamt ist meine wichtigste Erfahrung jedoch, dass es nicht um mich geht. Wir müssen davon Abstand nehmen, uns angegriffen zu fühlen. Tief durchatmen und da sein. Es ist eine Phase, hoffentlich. Halte durch, du schaffst das!

Häufige Fragen und Antworten zur Wackelzahnpubertät

Wann beginnt und endet die Wackelzahnpubertät?

Die Wackelzahnpubertät beginnt mit dem ersten Wackelzahn und endet mit dem letzten. Darauf folgt die Pubertät. Grundsätzlich kommt der erste Wackelzahn mit dem Einschulalter, mit 6 bis 7 Jahren. Der Zahnwechsel ist jedoch auch mit 4 Jahren möglich, jedes Alter ist normal.

Ist eine Wackelzahnpubertät ohne Wackelzahn möglich?

Ja, das ist möglich. Der Begriff ist nur einer unter Vielen. Der Körper und Geist der Kleinen ändert sich. Die Gefühlswelt wird zum Chaos. Das geschieht unabhängig davon, ob ein Zahn ausfällt oder nicht.

Hilft Homöopathie (Globuli) bei der Wackelzahnpubertät?

Wir sind kein großer Fan davon, etwas “Normales” wie diese Pubertät medizinisch zu behandeln. Dadurch könntest du deinem Kind suggerieren, dass es nicht normal ist, diese Emotionen zu durchgehen. Allerdings kommt es auf den Einzelfall an. Medizinischer Rat sollte befolgt werden!

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