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Schlafregression beim Baby und Kind

Schlafregression: Tipps bei der Dauerbelastung

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Wenn dein Baby nachts häufig nicht durchschlafen kann, nicht verzweifeln: Nicht immer ist dein Kind krank, besonders in jungen Jahren könnte dann vielleicht eine Schlafregression die Ursache sein. 

Wir wollen dir in diesem Artikel nicht nur erzählen, was eine Schlafregression überhaupt ist, sondern auch erklären, woran du sie erkennen kannst und wie du dein Kind in dieser schwierigen Phase am besten unterstützt.

Was ist eine Schlafregression?

Der Begriff der Schlafregression – auch Schlafrückgang genannt – beschreibt verschiedene Phasen im Leben deines Kindes zwischen vier Monate und etwa drei Jahren. Schlief dein Kind bisher problemlos durch, fällt es ihm während diesen Phasen vermehrt schwer, nicht nur einzuschlafen, sondern auch durchzuschlafen. Obwohl das Wort “Regression” und “Rückgang” erstmal eher negativ klingt, handelt es sich doch um einen guten Prozess: In den ersten Monaten macht dein Kind enorme Entwicklungsschübe durch, nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Dies kann manchmal ganz schön viel zum Verarbeiten für einen kleinen Körper sein, was zu gewissen Schlafproblemen führen kann.

Buch-Tipp zu dem Thema:

Schlafregression: Was sind die Symptome?

Wenn du dir nicht sicher bist, ob sich dein Baby aktuell in einer Schlafregression befindet, zeigen wir dir ein paar Anzeichen, an denen du erkennst, dass dein Baby sich möglicherweise in einer Schlafregression befindet:

  1. Ganz egal, ob du dich an eure typischen Routinen hältst – dein Kind kommt schwer zur Ruhe und braucht überdurchschnittlich lange, um einzuschlafen.
  2. Während des Schlafs wacht dein Kind häufig auf, ungefähr alle 60-90 Minuten. Nicht nur der nächtliche Schlaf kann unruhiger ausfallen, auch der Mittagsschlaf kann während einer Schlafregression kürzer ausfallen.
  3. Dein Kind ist möglicherweise tagsüber mehr gereizt als sonst. Es quengelt und weint deutlich mehr – eine Folge des schlechten Schlafs in der Nacht.

Schlafregression: Gründe für eine Regression?

Die Gründe für eine Schlafregression sind außerordentlich vielseitig und von Kind zu Kind, beziehungsweise in jedem Alter unterschiedlich. In den meisten Fällen steckt jedoch die jeweilige Entwicklungsphase deines Kindes im Vordergrund. Je nach Alter machen Kinder unterschiedliche Entwicklungsphasen durch, die sich negativ auf den Schlafrhythmus auswirken können. In unserer Tabelle zeigen wir dir, welche unterschiedlichen Ursachen für eine Schlafregression es in den verschiedenen Entwicklungsstadien deines Kindes geben kann. 

Alter deines KindesDas können die Ursachen sein
4 Monate– Der erste Wachstumsschub bei deinem Baby steht an
– Babys lernen, sich vom Rücken auf den Bauch zu drehen und probieren dies – auch in der Nacht – gerne aus
– Babys haben Probleme, alleine wieder einzuschlafen
6 Monate– Weitere Wachstumsschübe
– Dein Baby bekommt vermutlich die ersten Zähne
– Kinder nehmen ihre Umwelt ab jetzt viel bewusster wahr
8 Monate– Emotionale Entwicklung schreitet voran, kann zu Trennungs- und Verlustängsten führen
– Grobmotorische Fähigkeiten verbessern sich, Babys lernen krabbeln und sitzen
– Es kann Menschen, Tiere und Dinge bewusst wahrnehmen und diese in Kategorien einteilen
9 Monate– Babys speichern neue Informationen im Langzeitgedächtnis und versuchen neu Erlerntes – wie z.B. Bewegungen – im Schlaf zu wiederholen
10 Monate– Motorische und kognitive Fähigkeiten entwickeln sich weiter
– Kind erlernt die ersten Wörter
– Babys können erstmals Dingen von Personen unterscheiden und Bindungen zu Bezugspersonen werden enger
11 Monate– Mögliche Wachstumsschübe
– Babys fangen langsam an gegen den Mittagsschlaf zu rebellieren und schlafen deshalb nachts unruhiger, beziehungsweise schlechter ein
12 Monate– Babys benötigen nun generell weniger Schlaf – zwischen 11 und 14 Stunden täglich
– Reizüberflutung durch höhere körperliche Aktivitäten
– Erste Laufversuche
– Trennungsverlust durch Eingewöhnungsphasen, z.B. im Kindergarten
15/16 Monate– Hauptgrund: Wechsel des Schlafrhythmus
– Kinder haben meist nur noch ein Nickerchen pro Tag, diese Umstellung kann herausfordernd sein
18 Monate– Kinder werden immer mobiler und kommunikativer – die “Nein”-Phase beginnt
– Die ersten Albträume treten bei deinem Kind auf
– Kind entwickelt Selbstbewusstsein und -verständnis und nimmt sich und seine Eltern als eigenständige Personen wahr
22 Monate– Forscherdrang von Kindern nimmt zu
– Gleichzeitig werden Kinder in diesem Alter häufiger viel anhänglicher und quengeliger
2 Jahre– Offiziell nicht als Schlafregression definiert
– Dein Kind will Grenzen austesten
– Kinder sind sehr viel mobiler und haben oft keine “Lust” viel zu schlafen
2,5 Jahre– Ab diesem Alter ist das Gehirn fertig entwickelt, es werden keine neuen Synapsen mehr gebildet
– Ab jetzt gehen REM Schlafphasen zurück
3 Jahre– Veränderter Tagesablauf (Kindergarten etc.)
– Kinder benötigen oft keinen Mittagsschlaf mehr
– Dein Kind kann erste Ängste entwickeln

Wie lange dauert eine Schlafregression?

Die Frage, der Dauer einer Schlafregression lässt sich pauschal nicht beantworten. Sie ist meist von Kind zu Kind abhängig. Es kann manchmal nur einige Tage dauern, in den meisten Fällen lässt sich allerdings sagen, dass die jeweiligen Phasen immer zwischen zwei und sechs Wochen dauern können.

Wenn du dir unsicher bist oder dir die Schlafregressions-Phasen zu lange vorkommen, dann zögere nicht deinen Kinderarzt um Rat zu fragen, sie können dir alle Fragen rund um die Schlafregression beantworten.

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Mehr Informationen
Hebammentipps bei Schlaflosigkeit von Babys

Was hilft bei Schlafregression?

Sei beruhigt: Eine Schlafregression geht nicht nur vorbei, es gibt auch eine Menge hilfreiche Tipps und Tricks, wie du dein Kind in einer unruhigen Nacht unterstützen kannst oder sogar einer Schlafregression vorbeugen kannst:

  1. Geregelter Tagesablauf

Gerade wenn einschneidende Erlebnisse im Leben deines Kindes sind, wie zum Beispiel die ersten Tage im Kindergarten, ist es für Kinder sehr wichtig, in ein Umfeld zurückzukehren, in dem sie auf gewohnte Strukturen zurückgreifen können.

Das kann eine Gute-Nacht-Geschichte vor dem Einschlafen sein oder ein gemeinsames Abendessen. Diese Routinen geben dem Kind Sicherheit und sorgen für Entspannung.

  1. Das Kinderzimmer abdunkeln

Hilft dabei, dein Kind vor potenziellen Reizüberflutungen – wie zum Beispiel Laternenlicht – beim Einschlafen zu schützen

  1. Nähe geben

Für dein Baby ist diese Situation genauso überfordernd und anstrengend wie für dich. Habe deshalb in unruhigen Nächten besonders viel Geduld mit deinem Kind und schenke ihm Nähe. Zeig ihm, dass du für es da bist – so wird deinem Kind das Einschlafen wieder leichter fallen.

Abschließend bleibt nur noch zu sagen, dass die oben genannten Ursachen und Symptome nur Auszüge sind und nicht alle Ursachen für eine Schlafregression widerspiegeln. Solltest du dir unsicher sein, ob dein Kind krank ist oder ob es sich nur um eine Schlafregression handelt, dann suche dir am besten ärztliche Hilfe.

Weitere Tipps sind:

  1. Föngeräusch: Wenn dein Baby weißes Rauschen mag, probiere das sanfte Brummen eines Föhns aus. Halte den Föhn auf niedriger Stufe sicher in einem angemessenen Abstand vom Baby, um ein beruhigendes Geräusch zu erzeugen.
  2. Staubsaugergeräusch: Ein Staubsauger kann ähnlich beruhigend wirken wie ein Föhn. Verwende einen Staubsauger auf niedriger Stufe und bewege ihn sanft durch den Raum, um ein gleichmäßiges und beruhigendes Geräusch zu erzeugen.
  3. Herzschlaggeräusch: Versuche das rhythmische Geräusch eines Herzschlags, das Babys an die Zeit im Mutterleib erinnern kann. Du kannst ein Kuscheltier verwenden, Musik-Dienste oder eine App herunterladen, um dieses beruhigende Geräusch zu erzeugen.
  4. Baby-Schlafmusik: Wähle spezielle Schlafmusik für Babys, die beruhigende Melodien und Klänge bietet. Diese Musik kann eine entspannende Atmosphäre im Schlafzimmer schaffen und dabei helfen, dein Baby zum Schlafen zu bringen.
  5. Mobile über dem Kinderbett: Ein Mobile über dem Kinderbett oder Familienbett mit sanften Bewegungen und beruhigender Musik kann dein Baby beruhigen und ihm helfen, einzuschlafen. Wähle ein Mobile mit angenehmen Farben und Klängen, die dein Baby ansprechen.
  6. Schwungwiege: Eine Schwungwiege mit sanften Schaukelbewegungen kann dein Baby beruhigen und ihm beim Einschlafen helfen. Achte darauf, dass die Wiegebewegungen sanft und gleichmäßig sind, um dein Baby nicht zu erschrecken. Diese Federwiege hat zum Beispiel eine Zertifizierung bei Amazon*.
  7. Gedämpftes Licht: Verwende gedämpftes und warmes Licht im Schlafzimmer deines Babys, um eine ruhige Atmosphäre zu schaffen. Helles Licht kann dein Baby wach halten, während gedämpftes Licht den Schlaf fördert.
  8. Geräuschreduzierung: Reduziere störende, grelle Geräusche im Schlafzimmer, indem du Türen schließt und elektronische Geräte ausschaltest. Allerdings muss es nicht leise sein. Der Geräuschpegel im Bauch der Mutter ist sehr hoch. Erschreckende Geräusche sind hingegen störend.
  9. Schnuller: Ein Schnuller kann dein Baby beruhigen und ihm beim Einschlafen helfen – je nach Vorliebe und eigener Einstellung zum Schnuller. Biete deinem Baby einen Schnuller an, wenn es unruhig ist oder Schwierigkeiten hat, einzuschlafen.
  10. Kuscheltier oder Schmusetuch: Ein kuscheliges Kuscheltier oder ein weiches Schmusetuch kann deinem Baby ein Gefühl von Sicherheit geben und ihm beim Einschlafen helfen. Gib deinem Baby sein Lieblingskuscheltier oder -tuch, um ihm beim Einschlafen zu helfen. Nur unter Aufsicht!

Häufige Fragen und Antworten zur Schlafregression

Wann beginnt und endet die Schlafregression?

Bei Babys kann Schlafregression in verschiedenen Altersstufen auftreten, oft um die 4 Monate, 8-10 Monate, 18 Monate und 2 Jahre. Jedes Kind ist anders, daher können diese Zeiten variieren.

Was ist die Schlafregression?

Schlafregression bezeichnet eine Phase, in der eine Person, besonders häufig bei Babys und Kleinkindern, plötzlich schlechter schläft, obwohl sie vorher relativ gut geschlafen hat. Diese Phase kann einige Tage bis Wochen dauern.

Was sind die Ursachen für Schlafregression bei Babys?

Die Ursachen können vielfältig sein. Häufig spielen Entwicklungsfortschritte, Wachstumsschübe, das Erlernen neuer Fähigkeiten, Zähnen oder Veränderungen in der Umgebung eine Rolle.

Wie lange dauert eine typische Schlafregression?

Eine Schlafregression ist meist temporär und dauert in der Regel zwischen zwei und sechs Wochen.

Gibt es Anzeichen, die auf eine Schlafregression hindeuten?

Anzeichen können häufigeres nächtliches Erwachen, Schwierigkeiten beim Einschlafen, verkürzte Schlafzeiten während des Tages oder allgemeine Unruhe sein.

Können auch Erwachsene Schlafregressionen erleben?

Ja, auch Erwachsene können Schlafregressionen erleben, oft ausgelöst durch Stress, Veränderungen im Lebensstil, gesundheitliche Probleme oder andere Störungen der Schlafumgebung.

Wie kann man einem Baby helfen, das eine Schlafregression erlebt?

Regelmäßigkeit und Routine sind wichtig. Beruhigende Abendrituale, eine ruhige Schlafumgebung und Geduld können helfen. Manchmal kann auch eine Anpassung der Schlafzeiten nötig sein.

Kann man Schlafregressionen vorbeugen?

Eine komplette Vorbeugung ist oft nicht möglich, da viele Ursachen für Schlafregressionen natürliche Entwicklungsprozesse sind. Eine konstante Schlafumgebung und feste Routinen können jedoch helfen, den Einfluss von Schlafregressionen zu minimieren.

Was sind Tipps für Eltern, die mit Schlafregressionen kämpfen?

Wichtig ist, Ruhe zu bewahren und geduldig zu bleiben. Austausch mit anderen Eltern oder die Konsultation eines Kinderarztes können zusätzliche Unterstützung bieten. Wichtig ist auch, sich selbst Pausen zu gönnen und bei Bedarf Hilfe zu suchen.

Gibt es langfristige Folgen einer Schlafregression?

In den meisten Fällen hat eine Schlafregression keine langfristigen Folgen und ist nur eine vorübergehende Phase. Es ist jedoch wichtig, darauf zu achten, dass das Kind oder der Erwachsene nach der Regression wieder zu einem normalen Schlafmuster zurückkehrt.

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